Autoren mit Pseudonym

Ein Wort zu den weißen Flecken unter den Autorenfotos. Jeder Autor ist stolz auf das Buch, das er geschrieben hat. Aber manchmal bleibt diese Freude besser geheim. In der Bücherwelt spricht man dann von einem sogenannten „geschlossenem Pseudonym“, das um keinen Preis gelüftet werden darf, was auch vertraglich zugesichert ist. Warum sich ein Autor zu einem geschlossenen Pseudonym, also zu einem falschen Namen und damit zum Verzicht eines Fotos entscheidet, ist unterschiedlich, aber eigentlich immer nachvollziehbar. Bei besonders erotischen Texten möchte man nicht von seinem Nachbarn seltsam angeschaut werden („Ach, ich wusste gar nicht, dass Sie das mögen. Haben Sie daher die blauen Flecke?“). Oder der Brotjob lässt sich nicht mit dem Schreiben vereinbaren (z.B. der Bankmanager, der über seine Spielsucht schreibt …) Oder man schreibt über eine Hassliebe, die der Beschriebene, der den Echtnamen des Autors kennt, sofort durchschaut („Und dann habe ich ihn ermordet …“). Drei gute und ganz und gar hypothetische Fälle, warum manche Fotos nie auf unserer Autorenwebsite erscheinen werden. Und manche Autoren mögen es einfach nicht, fotografiert zu werden. 

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