Annika Dick

Der Ritter und die Bastardtochter

Der Ritter und die Bastardtochter

von Annika Dick
„Brenne, du Hexe!“ Mit Todesverachtung steht Rayne auf dem glimmenden Holzhaufen, der ihr Schicksal bedeutet. Die Menge schreit nach ihrer Hinrichtung. Gleich lodern die Flammen hoch, fressen sich in ihre zarte Haut – da kämpft sich ein fremder Krieger vor, zerschlägt ihre Fesseln und reitet mit ihr davon. Nur zu welchem Preis? Rayne spürt seinen finsteren Blick auf ihrer Haut. Nicholas Kendall, der Earl of Ravenglass, weiß genau, wie sie ihm die Freiheit vergelten kann. Er zwingt sie, seinen Bruder zu heilen! Wütend folgt sie ihm auf seine Burg – doch eines schwört sie sich: dem Ritter zu zeigen, wie widerspenstig Hexen wirklich sind …
Erscheinungsdatum:
15.12.2014
Format:
ePub oder .mobi
Preis:
4,99 €

Kundenrezensionen

Von: Nana 27.01.2015
Meine Meinung: Das Cover ist traumhaft. Ganz klar, hier handelt es sich um einen historischen Roman (was ich ja eigentlich nicht lese, aber bei Annika Dicks Schreibstil fällt das kaum auf). Die satten Farben und die Personen auf dem Cover, plus der Klappentext, das alles ist eine wirklich geniale Kombination und richtig stimmig. Komm ich auch gleich zu den Protagonisten. Zuerst hier zu Rayne, eine Hexe – äh, Pardon, eine Heilerin. Aber seinerzeit war das dasselbe. Es sind deshalb auch leider viel zu viele Leute gestorben, die keinen Bund mit dem Teufel hatten. Nicholas ist unser Ritter aus dem Titel. Er ist eben erst aus dem Krieg zurück, kommt zu Hause an und nix ist mehr, wie es war. Der Vater tot, der Bruder schwer krank, niemand weiß, was passiert ist und er muss handeln. Ihm zur Seite steht Niall, sein schottischer Freund, der ein wahrer Sympathieträger in dieser Geschichte ist. Sollte es je eine Fortsetzung geben, so wünsche ich mir, mehr über ihn zu erfahren. Wir haben natürlich noch einige mehr Leute, Agnes und Henry zum Beispiel, gaaaanz wichtig, wenn man es genau nimmt. Ebenso das Schwesterchen Joanna und Katherine und noch einige Nebenfiguren. Die Sprache ist herrlich erfrischend und das trotz der gewohnt altertümlichen Sprechweise. Es gibt jede Menge Humor in den Dialogen, traumhafte Beschreibungen und gut gespannte Spannungsbögen. Die Perspektiven werden von der Autorin gewechselt, sodass es nie langweilig wird und ich als Leser auch mal in den Kopf des Bösewichts schauen darf. Und, wie für historische Romane üblich, gibt es Liebesszenen. Um etwas genauer zu werden, es gibt Sex. Ungeblümt und ungeniert lässt mich die Autorin durch das Schlüsselloch ins Schlafgemach linsen und treibt mir durch ihre offene Art die Schamesröte ins Gesicht. :) Hier und da finden sich noch Schreibfehler, die dem Korrektorat durchgerutscht sind, vielleicht kann man da noch einmal drüber. Fazit: Ich bin ja wirklich immer etwas kritisch, wenn es um ein Genre geht, das ich normalerweise meide, hier aber wurde ich direkt in die Geschichte gezogen. Der Einstieg war weise gewählt. Die Hexe soll brennen, tut es aber nicht, da sie gerettet wird. Und dennoch erfahre ich als Leser, wie das Puzzel zusammen passt. Selbst als mir die Autorin ohne Vorwarnung einige pikante Details offenbart (was ist mit Jacob, wer intrigiert hier etc.), kommt keine Langeweile auf, denn sie weiß genau, wie sie ihre Protagonisten zu lenken hat, um Spannung zu erzeugen – und das tut sie. Obwohl die Geschichte alles hat, was zum historischen Genre gehört, fühlt es sich für mich nicht so an. Ich habe einen Spannungsroman, ein wenig Krimi, Liebe und Intrige und nebenbei etwas Erotik in Perfektion mit Humor. Ebenso hat die Autorin recherchiert, was mir die Fähigkeiten der Hexe, äh, Heilerin Rayne deutlich macht. Ich wurde gut unterhalten und habe das eBook in einer für mich persönlich, recht kurzen Zeitspanne verschlungen. Ein paar Fragen blieben offen, was ich Annika Dick jedoch nicht übelnehme, denn sie lässt mir dadurch Spielraum, um selbst ein wenig zu träumen und den Nachspann der Geschichte weiterzuspinnen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung. Ein Wiedersehen mit Rayne, Nicholas, Niall, Joanna und Katherine wäre sicherlich spannend und schön. Eine Katzen-Leseempfehlung, denn »Der Ritter und die Bastardtochter« hat alles zum Schnurren, zum Fauchen und zum Maunzen :)
Von: liberty 27.01.2015
Rayne wird auf dem Scheiterhaufen errettet, um das als Heilerin den Bruder des Burgherren zu helfen, der unter einem schweren Fieber leidet. Auf der Burg trifft Rayne auf unverblümten Hass, Vorurteile, Intrigen, aber auch Anerkennung, Achtung und sogar Liebe. Der Leser wird sofort mitten ins Geschehen katapultiert. Und mit unglsublicher, manchmal schwer zu ertragender Spannung nimmt die Handlung ihren Fortgang. Die einzelnen Personen werden mit interessanten Charaktereigenschaften sehr lebensnah beschrieben. Als Leser fühlt man Freud und Leid fast hautnah mit. Die Handlung ist spannend, aber auch romantisch und stellenweise auch mit prickelnder Erotik ausgestattet. Letzteres paßt mE nicht unbedingt in einen historischen Roman. Die Szenen werden aber so gefühlvoll und behutsam geschildert, dass auch dies in den Rahmen des Buches paßt. Leseempfehlung für Freunde höchst spannender Unterhaltung vor historischem Hintergrund kombiniert mit Grausamkeit, Intrigen und prickelnder Erotik. Ein Buch, das wenn man es zu lesen begonnen hat, nicht mehr aus der Hand legen kann.
Von: Testengel 27.01.2015
Die Handlung hat mich sofort gefangen genommen und ins abergläubische Mittelalter katapultiert. In ein Zeitalter, in der es Frauen nicht leicht hatten und Heilkundige schon gar nicht. Doch Rayne wird nicht nur wegen ihrem fachkundigen Umgang mit Kräutern geächtet… auf ihr scheint ein Fluch zu liegen… Der Earl of Ravenglass ahnt davon nichts, er weiß nur, Rayne ist die Einzige, die seinem Bruder noch helfen kann… Mit allen Mitteln versucht Rayne, ihn davon zu überzeugen, dass sie keinesfalls auf DIESE Burg gehen darf, dass es Unglück für sie und die Burg bedeutet, wenn Rayne dort jemals wieder sein sollte… doch was steckt hinter dem Fluch, der auf ihr lastet und was verbindet sie mit der Burg Ravenglass? Ein finsteres Geheimnis lastet auf ihrer Herkunft… doch allen Widrigkeiten zum Trotz hilft sie dem Bruder des Earl… Selbstverständlich gibt es hier auch romantische und erotische Szenen, diese aber so süss und glaubhaft, dass ich jede Buchseite sehr genossen habe. Aber auch brutale Szenen, frauenverachtend, enthält das Buch… Rayne ist eine bemerkenswerte und starke Frau, die oft genug auch Schwächen zeigt. Die Szenen sind so lebhaft geschrieben, dass man den Schmerz und die Angst von Rayne spüren kann… doch auch ihre Stärke und ihre Sehnsucht… ihre Liebe und ihre Hoffnung. Das Buch hat immer wieder spannende Wendungen und selbst am Schluss schafft es die Autorin, den Leser bei der Stange zu halten und auf eine Fortsetzung hoffen zu lassen… Ich habe das Buch sehr genossen und mit viel Freude gelesen. Ein bewegendes, spannendes und romantisches Spektakel vor der Kulisse von Aberglauben und Hexenverbrennungen.
Von: Ascari 27.01.2015
Annika Dicks "Der Ritter und die Bastardtochter" entdeckte ich das erste Mal schon vor einigen Wochen auf "Blogg dein Buch" und setzte es mal auf meine WuLi. Umso erfreuter war ich, als ich es bei Lovelybooks wieder entdeckte - und eine Leserunde gleich dazu :). Auf diesem Weg gleich einmal vielen Dank dafür, dass ich zu den glücklichen Gewinnern gehört und ein Rezensionsexemplar bekommen habe! Meine Meinung: Das Cover und der Klappentext versprachen einen schönen historischen Roman im Mittelalter, eine Heldin, die als Hexe verschrien und dementsprechend unkonventionell ist und natürlich den Ritter als Retter, in den sie sich nach einigem Hin und Her verliebt. Ich rede jetzt nicht lange um den heißen Brei herum: Diese Erwartungen sind für mich zum Teil erfüllt worden, zum Teil nicht. Der Roman spielt nicht im Mittelalter, sondern eigentlich am Ende der Renaissance, zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Diese Information habe ich allerdings in der Ausschreibung der Leserunde übersehen, ich habe mich hier wohl ein wenig zu viel vom Cover blenden lassen, wo die beiden Protagonisten mittelalterliche Kleidung tragen (Sie sieht zumindest für mich danach aus :D). Die einzelnen Kapitel lassen sich rasch und flüssig lesen. Einzelne Tippfehler sind vorhanden, kann man aber beim Lesen gut ignorieren. Rayne und Nicholas als Charaktere habe ich rasch liebgewonnen, ebenfalls Nicholas' Freund Niall. Seine Seitenhiebe auf die Engländer (Er selbst wird als Schotte beschrieben, der mit Nicholas im Krieg war) waren mehr als einmal wirklich zum Schießen! Was ich nicht so überzeugend fand, war die im Klappentext erwähnte Widerspenstigkeit Raynes. Davon habe ich eigentlich nur sehr wenig gemerkt. Sie wirkte auf mich eher wie jemand, der sich relativ schnell mit der neuen Situation abfindet, trotzdem aber sehr vorsichtig und zurückhaltend auf die Umgebung reagiert. Was aber aufgrund ihrer Herkunft und dem ekelhaften Verhalten der Bediensteten verständlich ist - wer als Hexe verschrieen war, hatte es wohl wirklich nicht leicht in dieser Zeit. Nur: Mit Widerspenstigkeit hat das wenig zu tun, finde ich. Im Roman werden Rayne und Nicholas relativ rasch ein Liebespaar. Dafür dass sie am Anfang eigentlich gar nicht mit ihm mitgehen will, von ihm mehr oder weniger gezwungen wird, hätte ich mir hier ein paar Funken sprühende Wortgefechte mehr durchaus gewünscht :). Auch die erste Liebesszene kam in diesem Zusammenhang recht schnell. Spannend fand ich übrigens in diesem Zusammenhang, wie unterschiedlich die Leser in der Leserunde darauf reagiert haben. Ich hatte ein paar Mal das Gefühl, dass die doch recht detailliert beschriebenen Sexszenen nicht allen gefallen haben. Offensichtlich ist es doch (noch) nicht üblich, in historischen Liebesromanen so ins Detail zu gehen wie in erotischen? Den Schluss war in meinen Augen leider ein wenig vorhersagbar, hier hätte ich mir noch ein paar Verwicklungen mehr gewünscht, ehe es zum Showdown kam. Aber gut, bei einer Länge von 190 Seiten auf meinem Sony Reader darf ich jetzt nicht die Details und die Tiefe eines herkömmlichen Romans erwarten, denke ich. Trotz dieser Dinge hat es mir nämlich Spaß gemacht, das Buch zu lesen und darüber in der Leserunde zu diskutieren - und ich konnte dabei dank der Autorin sogar noch etwas über die Herkunft des Anstoßens beim Trinken lernen :). Mein Fazit: Ein schöner, historischer Roman mit einer liebevoll gezeichneten Heldin, die sich gegen die Vorurteile und Intrigen ihrer Umgebung erfolgreich durchsetzt. Sternchen-Abzug gibt es aber für den Klappentext, der in Verbindung mit dem Cover andere Schlüsse auf die Handlung und das Zeitalter zulässt, und dafür, dass der Plot an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas abwechslungsreicher hätte sein können.
Von: mabuerele 29.01.2015
Rayne wird als Hexe angeklagt. In England unter König James ist der Hexenglaube wieder aufgeflammt. Mit ihren roten Haaren und der Arbeit als Heilerin ist Rayne dafür prädestiniert. Sie steht auf dem Scheiterhaufen. Der Henker hat die Fackel schon in der Hand. Da erscheinen zwei Reiter. Nicholas, Earl of Raverglass, zerschneidet die Fesseln, hebt das Mädchen auf Pferd und reitet mit ihr davon. Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Rayne ist eine selbstbewusste junge Dame. Doch sie trägt schwer an der Bürde ihrer Vergangenheit. Sie hat im Ohr noch die Worte ihrer Mutter, sich von Ravenglass fernzuhalten. Genau dort aber ist sie jetzt, um Jakob, den Bruder des Earl, gesund zu pflegen. Nicholas ist aus dem spanischen Krieg zurückgekehrt und musste die Aufgaben des Earl übernehmen, da sein Vater plötzlich verstorben ist. Den Hexenglaube kann er nichts abgewinnen. Er zeigt, dass er der Herr ist, wenn es notwendig ist, nutzt aber seine Macht nicht aus. Sein Freund Niall ist Schotte. Er bringt eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte. Seine treffsicheren Sprüche haben mich mehr als einmal zum Lächeln gebracht. Das Buch ließ sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu haben die abwechslungsreiche Handlung und der flüssige Sprachstil beigetragen. Kurze Rückblicke lassen mich als Leser Raynes Probleme nach und nach verstehen. Sie sieht sich nicht nur Aberglauben und Verachtung gegenüber, sondern auch einem verschlagenen Feind. Sehr behutsam schildert die Autorin die aufkeimende Zuneigung von zwischen Rayne und Nicholas. Für ihre erstes Zusammensein gibt sie ihnen nicht nur Zeit, sie verwendet stimmungsvolle Bilder voller Zartheit. Die Wiedergabe von Gefühlen ist eine der Stärken der Autorin. Angst und Wut, aber auch Freude und Hoffnung spielen dabei eine besondere Rolle. Der Spannungsbogen ist hoch. Zur Auflockerung dienen eine Vielzahl von Gesprächen. Raynes trockene Art, anderen die Wahrheit zu sagen und Nialls schottischer Humor sind besondere Leckerbissen. Erstaunlich ist, dass zwei Personen eine wichtige Rolle einnehmen, obwohl sie nie selbst in der Handlung auftreten. Das sind Nicholas` Vater, dessen fortschrittliche Ansichten seine Kinder geprägt haben, und Nialls Großmutter, von der ein ähnliches Bild gezeichnet wird. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch ein Bild einer Zeit gemalt, die von Aberglaube geprägt war. Zu Erwähnen sind außerdem die Informationen über Heilmethoden, die geschickt in der Handlung integriert waren. Dank Niall kenne ich nun auch über die Unterschiede zwischen Schotten und Engländern
Von: gunda 02.02.2015
Inhalt Rayne wurde als Hexe verurteilt und steht schon auf dem Scheiterhaufen als sie von Nicolas gerettet wird. Er bringt sie auf seine Burg damit sie seinen kranken Bruder heilen kann. Sie hatte sich geschworen die Burg auf der sie geboren wurde und sie als Hexe verschrien wurde niemals wieder zu betreten doch Nicolas lasst ihr keine wahl. Gelingt es ihr trotz Ablehnung durch das Personal Jakob zuretten? Der Roman ist flüssig geschrieben und lässt sich leicht weglesen, man ist gleich mittendrin in der geschichte die einen nicht  mehr los lässt.  Freunde historischer liebesgeschichten kommrn hier auf ihre kosten.
Von: Denises Lesewelt 24.06.2015
Handlung Rayne soll als Hexe verbrannt werden, doch wird sie in letzter Sekunde vom Scheiterhaufen gerettet und verschleppt. Der kühne Retter ist der Earl von Ravenglass. Er hat eine Aufgabe für die Heilerin, wäre da nicht ihr stures Wesen, welches ihm im Wege steht. Unter keinen Umständen wollte sie jemals zurück auf diese Burg. Was würde sie dort erwarten? Gestaltung Dieses Cover ist eins der Wenigen, das mich bei historischen Romanen anspricht. Hier sehen wir den Earl von Ravenglass und Rayne. Beide finde ich absolut gut getroffen. So konnte ich mir sie noch besser vorstellen. Schrecklich finde ich es, wenn die Figuren auf den Covern nicht zur Geschichte passen. Aber hier ist alles in bester Ordnung. Cover und Titel haben mich förmlich angezogen, was ich nicht bereut habe. Meine Meinung Mit großer Neugier bin ich an dieses Buch heran getreten. Die Autorin war mir bislang unbekannt, weshalb ich diesbezüglich meine Erwartungen auch immer klein halte. Das wäre aber absolut nicht nötig gewesen. Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Viele halten von historischen Büchern Abstand, denn oft erdrückt der geschichtliche/historische Teil der Geschichte alles andere. Bislang habe ich das aber noch nicht erleben müssen. Dieses Buch strotzte nur so vor Spannung und seine Figuren zogen mich in ihren Bann. Die Autorin hat einen wirklich sehr angenehmen Humor, den sie nicht zu knapp in ihre Geschichte einfließen lassen hat. Besonders die Figur Niall, ein guter Freund des Earl von Ravenglass, strotzte nur so von Humor. Er war mir auf Anhieb am Sympathischsten. Er wusste beinahe jede Situation aufzulockern. Aber das macht die anderen Figuren nicht weniger interessant, denn es gab – bis auf die Antagonisten – keine Figur, die ich nicht mochte. Jeder hatte seine Eigenheiten und wusste seine Wesenszüge einzubringen. Rayne ist zum Beispiel eine schöne starke Protagonistin, die manchmal etwas zu dominant im Umgang mit Männern wurde. Besonders wenn es ihre Patienten waren. Ich hätte gedacht, dass ich schnell durch dieses Buch kommen würde, weil mich die Geschichte von der ersten Seite an in ihren Fängen hatte. Allerdings genoss ich jede einzelne Seite so sehr, dass es mich etwas ausbremste. Schade finde ich allerdings, dass noch einige Wortfehler übersehen wurden. Da fehlte dann plötzlich ein Wort oder es war einfach ein Falsches oder gar doppelt. Das Korrektorat sollte da noch einmal drüber schauen und diese kleinen Fehler ausmerzen, denn beim Lesen stolperte man in dem Moment gerne darüber. Fazit Ich liebe diese Geschichte und ihre Figuren. Die Autorin hat einen köstlichen Humor, der beim Lesen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Persönlich würde ich mir noch eine Fortsetzung wünschen, jetzt wo ich alle Charaktere so ins Herz geschlossen habe. Aufgrund der Wortfehler kann ich der Geschichte leider nicht das extra Sternchen zu der vollen Punktzahl schenken.
Von: Sick 26.12.2015
Rayne hat mit ihrem Leben abgeschlossen. Die Schmerzen und die Demütigungen der letzten Tage haben sie gleichgültig werden lassen und beinahe sehnt sie den Tod schon herbei. Kurz bevor der Scheiterhaufen, auf dem sie steht, angezündet wird, unterbricht der Earl die Hinrichtung und nimmt Rayne mit. Er will sie nach Ravenglass bringen, an den Ort, den sie ihr ganzes Leben lang gemieden hat. Dort wurde Rayne geboren und von dort wurden sie und ihre Mutter vertrieben, kaum dass sie das Licht der Welt erblickt hatte. Rayne hat Angst davor, dass sie auch auf Ravenglass dem Misstrauen und der Gewalt ihrer Mitmenschen ausgeliefert sein wird, doch das Anliegen des Earls überzeugt sie mit ihm zu gehen. Nicholas möchte seinen jüngeren Bruder Jacob retten, der seit Wochen schwer krank ist. Er setzt alle seine Hoffnungen in Rayne, die mit ihrem Wissen über Heilkräuter schon vielen Menschen helfen konnte. Wird sie Jacob heilen können oder wird dieser seinem Vater in den Tod folgen? Die Handlung ist um 1604 herum in England angesiedelt. Der gegenwärtige König James ist genauso abergläubisch wie sein Volk und lässt "Hexen" gnadenlos verfolgen. Rayne ist dafür ein Paradebeispiel. Rote Haare, geboren in einer Gewitternacht und ziemlich selbstbewusst und gebildet für eine Frau, die in einer Hütte im Wald aufgewachsen ist. Ihre Mutter hat ihr alles beigebracht, was sie wusste und sie auch stets vor den Bewohnern der umliegenden Dörfer gewarnt. Und sie hat ihr eingebläut nie wieder Ravenglass zu betreten. Nicholas, der neue Earl und Herr der Burg, sieht in Rayne seine letzte Chance. Außerdem gibt er nichts auf Aberglauben und das dumme Geschwätz des Gesindes. Auch seine Schwester Joanna ist einfach nur froh, dass Rayne ihrem Bruder helfen will. Deshalb tun die beiden alles dafür, dass ihr Gast sich wohl fühlt und in Sicherheit ist. Vor allem der Schotte Niall, der mit Nicholas zusammen im Spanischen Krieg gekämpft hat, unterstützt sie dabei. Alle vier sind sehr sympathische Figuren, die ich gerne begleitet habe. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich würde mir wünschen, noch mehr von ihnen zu lesen. Denn wenn es einen Makel an dem Buch gibt, dann ist es der, dass es leider zu kurz ist. Der flüssige und klare Erzählstil bewirkt, dass man nur so durch die Seiten fliegt. An Spannung wird nicht gespart, ebenso wenig wie an herzerwärmenden Szenen. Denn wider Erwarten sind nicht alle Menschen auf Ravenglass Rayne gegenüber misstrauisch und sie schafft es sogar ein paar Freunde und die Liebe zu finden. Somit ist "Der Ritter und die Bastardtochter" ganz klar ein historischer Roman, der trotz aller Grausamkeiten und Intrigen ans Herz geht.
Annika Dick

Annika Dick

Annika Dick wurde 1984 im Nordpfälzer Bergland geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitet heute in der IP-Abteilung einer Wirtschaftskanzlei. Das Erzählen und Niederschreiben von Geschichten hat sie schon in ihrer Kindheit fasziniert und seitdem nicht losgelassen.

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